Astrid-Lindgren-Schule Bobstadt

Auszug aus dem Schulprogramm der Astrid-Lindgren-Schule

Elterliche Hilfe bei den Hausaufgaben kann dann nützlich sein, wenn sie ...

  • so gering wie möglich ausfällt.
  • das Kind nicht abwertet oder verletzt.
  • das Kind nicht überfordert.
  • Hilfe zur Selbsthilfe darstellt.

 

Tipps für eine gute Arbeitsatmosphäre

  • Ein Raum, in dem kein Fernseher oder Radio läuft, keine Geschwister spielen oder lärmen.
  • Ein Schreibtisch, auf dem sich das Kind ausbreiten kann.
  • Eine freundliche und ruhige Arbeitsatmosphäre

Häufige Fragen von Eltern

  1. Wann soll mein Kind Hausaufgaben machen?

    Das ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Manche setzen sich gleich nach dem Mittagessen hin, andere sind nach der Schule erst einmal geschafft und brauchen eine Pause.
    Probieren Sie selbst aus, wie Ihr Kind am besten zurecht kommt.
     
  2. Wie gehe ich mit Fehlern in den Hausaufgaben um?

    Grundsätzlich ist das Nachschauen der Hausaufgaben durch die Eltern im Interesse der Lehrkraft. Sie als Eltern sind aber nicht dafür zuständig, dass die Hausaufgaben Ihres Kindes "perfekt" sind. Bitte erledigen nicht Sie die Hausaufgaben, sondern Ihr Kind.
    Vor allem Ihr Kind sollte mit dem Ergebnis zufrieden sein. Wenn die Lehrkraft mit den Hausaufgaben Ihres Kindes unzufrieden ist, wird sie das mit ihm besprechen.
     
  3. Wie kann Elternhilfe bei den Hausaufgaben aussehen?

    Oft ist es ausreichend, wenn Eltern das Nachschauen der Hausaufgaben übernehmen. Lösen Sie nicht die Aufgaben für Ihr Kind, sondern helfen Sie ihm, wenn es fragt, das Problem selbst zu lösen.
    Verweisen Sie auf Hilfsmaterial (Bücher, Rechenschieber usw.)
     
  4. Wie lange sollen die Hausaufgaben dauern?

    Folgende Richtwerte gelten für das Erledigen der Hausaufgaben:
    1. Klasse: ca. 30 Minuten
    2. Klasse: ca. 30 Minuten
    3. Klasse: ca. 45 Minuten
    4. Klasse: ca. 60 Minuten
    Bei diesen Richtwerten wird davon ausgegangen, dass die Kinder konzentriert arbeiten und zwischenzeitlich nicht abgelenkt sind.
    Hausaufgaben können auch über mehrere Tage aufgegeben werden (z. B. Langzeitbeobachtungen, Gedichte auswendig lernen,...)
    Über die Ferien werden keine Hausaufgaben aufgegeben, jedoch sollte das Leseüben weitergeführt werden.
     
  5. Was mache ich, wenn mein Kind die Hausaufgaben nicht versteht oder den zeitlichen Rahmen weit überschreitet?

    Sollte ein Kind seine Hausaufgaben nach dem Erklären der Eltern nicht verstehen oder der zeitliche Rahmen weit überschritten werden, sollen Eltern die Hausaufgaben abbrechen und der Lehrkraft eine Notiz über die aufgetretenen Probleme zukommen lassen. Dies kann z. B. über das Hausaufgabenheft geschehen.

 

Wichtige Informationen zum Schluss

  • In Lehrbüchern soll nicht vorgearbeitet werden.
  • Es ist Ihre Aufgabe, bei Ihrem Kind das regelmäßige Führen eines Hausaufgabenheftes zu kontrollieren.

 

 

Die 7 Grundregeln zum Elternverhalten beim Lernen

Mit diesen Grundregeln möchten wir Ihnen ein paar Tricks und Tipps an die Hand geben, mit denen Sie Ihr Kind beim Lernen unterstützen und motivieren können.

 

  1. Fördern Sie die Selbständigkeit des Kindes.
    Je mehr Sie diese in allen Bereichen des täglichen Lebens fördern, je eher wird Ihr Kind im schulischen Bereich selbstverantwortlich arbeiten können. Selbständiges Lernen ist also das Ziel, auf das Sie hinarbeiten sollten, denn Selbstständigkeit ist das wichtigste Element einer guten und ausdauernden Lernhaltung. Loben Sie das Kind für selbständiges Handeln, z. B. auch für das selbständige Fehler erkennen.
     
  2. Wenn Ihr Kind Hilfe braucht,
    leiten Sie es dazu an, selbst Lösungswege zu finden, beraten Sie es durch Tipps, wie es z.B. durch Hinweise auf Nachschlagewerke, Finden von Regeln, Eselsbrücken u.ä. zu den Lösungswegen kommen kann. Aber geben Sie nicht die Lösung vor, bzw. überreden Sie Ihr Kind nicht zu einem bestimmten Lösungsweg.
     
  3. Geben Sie dem Schüler die Möglichkeit, das Wissen von der Schule in den häuslichen Bereich einzubringen und so praktisch zu vertiefen.
     
  4. Erkennen Sie Leistungen des Kindes an.
    Gehen Sie mit Lob freizügiger um als mit Tadel. Mit Lob und Ermutigung erreichen Sie viel leichter und besser etwas als mit Meckern, Mahnen und sonstigen Strafen. Achten Sie aber beim Lob darauf, dass Sie es nicht gleich wieder durch Kritik einschränken ("Die 2- ist ja prima, ohne die 2 dummen Fehler wäre es eine glatte 2 geworden.") Seien Sie vorsichtig im Umgang mit Belohnungen als Anerkennung für eine Leistung!
     
  5. Überfordern Sie das Kind nicht.
    Legen Sie leistungsmäßig nicht strengere Maßstäbe an als der Lehrer, indem Sie z.B. Zusatzaufgaben verlangen.
     
  6. Seien Sie als Erzieher Vorbild im Verhalten.
    Fordern Sie von dem Schüler nicht mehr als von sich selbst. Ein Kind, das seine Eltern häufig lesen sieht, wird selbst auch eher zu einem Buch greifen als ein Kind, das seine Eltern häufig vor dem Fernseher erlebt.
     
  7. Reden Sie möglichst positiv über Schule, Lehrer und Unterrichtsfächer.
    Ihr Kind hat vermutlich genug mit seinen eigenen Vorbehalten zu kämpfen.


    Quelle: http://www.thg.aa.bw.schule.de/thghtml/tlernen.htm